Der passende Bodenbelag für Ihre Wohnung

Wer einen neuen Bodenbelag in seiner Wohnung verlegen lassen möchte, der sieht sich mit einer großen Auswahl an Materialien, Farben und Mustern konfrontiert. Um den richtigen Bodenbelag für Ihre Wohnung zu wählen, kommt es neben einer ansprechenden Optik auch auf die Nutzung, Haltbarkeit, Pflegeaufwand und/oder Funktionalität an. Aus diesem Grund sollte man sich vorher umfassend Gedanken über den neuen Fußbodenbelag machen.


Bodenbeläge

Diese Fragen sollte man sich vorab stellen:

  • Anforderung/Raumnutzung: wie intensiv und von wem wird der Raum genutzt?
  • Pflegeaufwand: soll der Bodenbelag einfach zu pflegen sein oder ist man bereit einige Zeit dafür aufzuwenden?
  • Haltbarkeit: soll es ein extrem langlebiger Bodenbelag sein oder wollen Sie ihn nach ein paar Jahren wieder durch einen Neuen ersetzen?
  • Farb- und Musterwahl: welche Möbel passen zum neuen Bodenbelag bzw. passen die bereits vorhandenen Einrichtungsgegenstände dazu?

Um all diese Fragen zu beantworten, haben wir eine Übersicht der erhältlichen Bodenbeläge zusammengestellt und für welche Zwecke/Räumlichkeiten sie am besten geeignet sind.


Die Kombination macht's – Akzente durch unterschiedliche Bodenbeläge setzen

Wer sein Haus oder seine Wohnung kreativ und einzigartig gestalten will, kann durch verschiedene Bodenbeläge in einem Raumes eine ganz persönliche Note schaffen. Möglich ist dies in jedem Zimmern – auch im Bad. Lassen Sie Ihren gestalterischen Ideen freien Lauf. Wenn man verschiedene Bodenbeläge in einem Raum miteinander kombinieren möchte, sind jedoch ebenfalls Übergangsschienen nötig, die an den Schnittstellen verlegt werden müssen. Mit der Übergangsschiene können die Höhenunterschiede ausgeglichen werden, die beim Aneinandergrenzen unterschiedlicher Bodenbeläge auftreten. Wie auch immer Sie sich entscheiden – die richtigen Bodenbeläge bilden die Basis der Raumgestaltung. Haben Sie erst einmal den passenden Boden gefunden, ist der Grundstein für Ihre weitere Inneneinrichtung gelegt.


Vinylboden

Der große Vorteil: Vinyl ist sehr einfach zu verlegen. Dank der glatten Oberfläche sind Vinylböden zudem sehr einfach zu reinigen und somit auch sehr hygienisch, außerdem ist der Belag durch seine Beschaffenheit geräuschschluckend. Aufgrund der heutigen hohen Produktionsstandarts beinhaltet Vinyl keine gesundheitsgefährdenen Weichmacher mehr und kann im Recycling wieder zu 100% dem Produktionsprozess zugeführt werden.

Linoleum

Linoleum wird aus Naturharz, Leinöl, Kalkseinpulver sowie Holz- und Korkmehl gemischt und auf eine Juteträgerschicht aufgetragen. Es ist daher ein natürliches Produkt, das sich besonders gut für alle die sich Ihr Zuhause ohne Chemie einrichten möchten. Zudem sollte Linoleum nur für trockene Räume verwendet werden, da er bei Nässe sonst schnell aufquillt und somit zu Schaden kommt. Zur Zeit liegt dieser Bodenbelag auch wieder stark im Trend. Das liegt vor allem an seinen vielen positiven Eigensschaften, denn er ist pflegeleicht, fußwarm und hygienisch weil leicht zu reinigen. Zudem gibt es inzwischen eine Fülle von Mustern und Farben, hier bleiben fast keine Wünsche offen.

Holzböden

Holzoberflächen haben einen ganz besonderen Charme und können den kompletten Eindruck eines Raumes bestimmen. Außerdem sind sie wohnlich, warm und in vielen Farben und Oberflächen zu erhalten. Man unterscheidet zwischen Massivholzböden und Fertigparkett, das auch Mehrschichtparkett genannt wird. Massive Holzböden gibt es als Stabparkett oder als Holzdielen. Stabparkett verklebt man vollflächig zu den traditionellen Parkettmustern mit dem Untergrund. Die Oberflächenbehandlung mit Parkettlack oder Wachs/Öl findet erst nach dem Verlegen statt. Die stärkeren Massivholzdielen kann man ebenfalls vollflächig verkleben. Häufiger wird inzwischen schwimmend verlegt, sodass lediglich Nut und Feder verleimt oder ineinander „geklickt“ werden. Besteht der Unterboden aus Spanplatten oder alten Dielen, verschraubt man die neuen Dielen meist durch die Feder hindurch im Untergrund. Der traditionelle Unterbau für Holzdielen ist bei einer Renovierung aufgrund der Aufbauhöhe meist nicht zu realisieren. Fertigparkett ist ein aus mehreren Holz- oder Holzwerkstoff-schichten aufgebautes Fußbodenelement mit einer durchschnittlichen Stärke von 12 bis 15 mm. Es hat eine gebrauchsfertig behandelte Oberfläche. Die obere Nutzschicht besteht aus einer hochwertigen Holzart und muss laut Norm mindestens 2 mm dick sein. Hier ist es jedoch besser eine Dicke von mindestens 3,5 mm zu haben, damit die Nutzschicht später bei einer Renovierung einen Anschliff verträgt. Lediglich 7 bis 8 mm dick sind die so genannten Echtholz- oder Feinholzböden. Als Nutzschicht dient hier nur ein dünnes Holzfurnier. Hier ist ein Renovierungsanschliff nicht möglich. Durch eine strapazierfähige, abriebfeste Versiegelung ist das Furnier aber lange Jahre gut geschützt.

Laminat

Die Alternative zu Holzböden ist zweifelsfrei der Laminatboden. Es gibt ihn in vielen unterschiedlichen Oberflächen-Optiken die von realistischer Holzmaserung bis hin zu Steinoberflächen reichen. Die Wahl des Laminatbodens richtet sich aber auch nach der Höhe der Beanspruchung. So wird man für einen viel benutzten Raum eine andere Laminatvariante wählen als für einen weniger genutzten Raum. Sogar für Feuchträume gibt es Laminat, hier bleiben der Gestaltungsfreiheit also keine Grenzen gesetzt. Vor allem preislich nicht zu verachten ist der Unterschied zum klassichen Holzboden und deshalb für viele ein Grund sich für diesen Bodenbelag zu entscheiden.

Kork

Das Naturmaterial Kork  sorgt für eine angenehme Bodentemperatur. Kork ist deshalb bei Barfußgängern beliebt. Die jenigen, die ihre Schuhe in der Wohnung aber anlassen möchten, denen bietet Kork einen weiteren Vorteil- schalldämmend. Bodenbeläge aus Kork gibt es oft in Verbindung mit anderen Materialien, etwa als Kork-Parkett, das als Fertigparkett schnell und einfach zu verlegen ist.

Fliesen

In Küche und Bad sind Bodenfliesen nach wie vor Standard. Heute hat man Fliesen aber auch oft schon im Wohnzimmer. Dabei muss nicht immer der gesamte Boden gefliest werden. Vor allem bei großen Räumen bietet es sich auch an, nur in einem Teilbereich Fliesen zu verlegen. Zu den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten mit Fliesen zählen außerdem Mosaike und Bordüren. Auch beim Material gibt es eine große Auswahl. Feinsteinzeug eignet sich z. B. besonders gut für stark beanspruchte Räume wie etwa den Flur. Fliesen aus Fayence, die oft im Bad oder in der Küche verwendet werden, sind dagegen deutlich empfindlicher. Erhältlich sind Fliesen außerdem aus Steinzeug, Steingut oder Keramik. Wie robust Fliesen sind, erkennen Sie anhand der Abriebgruppe. Gruppe 1 steht für Bodenbeläge mit der geringsten, Gruppe 5 für Bodenbeläge mit der höchsten Widerstandsfähigkeit. Achten sollten Sie bei Fliesen auch auf die Rutschfestigkeit.

Teppich

Teppichboden eignet sich aufgrund seiner Wohnlichkeit gut für den Wohn- oder Schlafbereich. Zudem ist er auch noch in vielen unterschiedlichen Varianten erhältlich. Ganz entgegen der Meinung, Teppich sei sehr schmutzanfällig, sind dabei gerade hochwertige Böden äußerst pflegeleicht und unkompliziert zu reinigen. Zwar seht dem Teppichboden als Konkurrenz immer mehr Kunststoff- oder Holzbelägen gegenüber, jedoch kann er auch hervorragend als ergänzender Bodenbelag in Komination mit anderen genutzt werden.

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